Bei diesem Bild handelt es sich um ein Symbolbild, da der in der Sage thematisierte Brunnen, so heute nicht mehr vorzufinden ist. Der im Bild zu sehende Brunnen befindet sich im Barockgarten Großsedlitz, ganz in der Nähe von Heidenau.
Im Thale zwischen Heidenau und Pirna an Abhange der dort nach dem Strome zu ziemlich schroff abfallenden Hügelkette sprudelt eine Quelle, welche ein hölzernes Häuschen vor Verunreinigung schützt, obwohl darin Frösche und Kröten ihr lustiges Spiel treiben. Einst bediente sich ein Hirt, der vom Aussatz befallen war, des Wassers zur Reinigung seiner Gliedmaßen und genaß von Stund an. Weil es aber auch die Fruchtbarkeit der Frauen befördert, heißt es der Muttergottesbrunnen.
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| Titel: | Der Muttergottesbrunnen bei Heidenau |
| aus: | Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 156-157 |